Im Frühjahr 2024 unternehmen wir kleinere Touren im Heimatrevier, bevor ich -Thomas – nach Grönland reise, um auf der Anuk im Nordwesten Grönlands zu segeln. Danach wollen Annette und ich zwei Monate in Neuschottland und Neufundland mit Wandern verbringen.
Im April segelt die Stammcrew (Dorothé und Thomas K.) mit uns für ein Wochenende nach Kloster auf Hiddensee.

Über Himmelfahrt segeln wir traditionell mit dem Yachtclub Leipzig; diesesmal in den Wieker Bodden und nach Ralswiek. Vor dem Ablegen treffen wir auf dem Dänholm Nicolas und Mathilde, die uns den ersten Teil der Etappe mit ihrem wunderschönen alten Folkeboot aus Holz begleiten. Er ist der Sohn von Jacques und hat uns schon als Kind auf unseren Törns begleitet, nun befährt er auf eigenem Kiel die Ostsee. Auf dem Weg zum Ralswieker Bodden stehen die Angler direkt an der Fahrrinne. In Ralswiek wird gegrillt, es treffen sich alle beteiligten Yachten an den mit Reet überdachten Tischen. Dabei fällt uns ein, dass wir hier im Rahmen unserer Hochzeit exakt vor 22 Jahren genau an diesen Tischen ebenso gefeiert hatten. Stefan und Paul hatten damals ein Fest zu unseren Ehren mit den Segelyachten Team und Rubberduck organisiert. Das Bild zum Vergleich zeigt, dass die Zeit nicht ganz spurlos an uns vergangen ist.














Über Pfingsten laden wir Anja und Thomas G mit Tochter Irma zum gemeinsamen Segeln nach Vitte ein, als kleines Dankeschön, da wir seine Garage in Stralsund mitnutzen dürfen.








Ein weiteres verlängertes Wochenende begleiten mich Fernando und Veit auf einen Ausflug nach Klintholm auf Møn. Da sehr schwacher Wind aus NE rückdrehend und abschwächend auf N angesagt ist, segeln wir noch am Freitagabend im letzten Licht bis Barhöft und machen dort um 22 Uhr fest, um am Morgen früh aufzustehen und möglichst zeitig die Ostsee nach NW zu queren. Leider schläft der Wind früher als angesagt ein, sodass wir ein Stück motoren müssen, bis wir bei einem schönen Wind aus N nach Klintholm kreuzen können. Zurück geht es mit zweitem Reff im Groß dafür bei W 5-6 schneller, wir segeln die 47 sm bis Stralsund in 7 Stunden.







Mitte Juni segeln Göran, Joris und ich für eine Woche „Rund Bornholm“. Diese Woche steht im Zeichen des neuen Spi. Es beginnt schon mit einer Fahrt von Stralsund bis Hiddensee unter Spi bei SE 3 in den Abend hinein, bis wir vor Neuendorf ankern. Bei schwachem Wind aus S drehend über W auf N schaffen wir es wieder unter Spi bis Lohme auf Rügen. Wie soll es anders sein, am nächsten Morgen segeln wir bei westlichen Winden unter Spi bis Rønne. Ausnahmsweise unter gereffter Genua geht es am nächsten Tag nach Hammerhavn, wo wir zur Burg wandern. Auch auf der Nordseite von Bornholm können wir bei W 5-6 den Spi nicht setzen und wechseln sogar von der Genua auf die neue Fock und binden das zweite Reff ins Groß. Leider reißen vor Nexø die Druckknöpfe der Fock aus, die wir an einem flexiblen Vorstag fahren. Sie haben sich nicht bewährt und müssen vom Segelmacher gegen Stagreiter getauscht werden. Aber auf dem Rückweg kommt der Spi wieder zum Einsatz, wir starten bei Flaute unter Maschine, setzen aber nach 2 Stunden den Spi bei SE 2 und tauschen ihn gegen die Genua am Abend, als der Wind auf E 5 aufbrist. Im Greifswalder Bodden bekommen wir beinahe noch ein Gewitter ab, schaffen es aber gut bis Seedorf. Den Rückweg über den Bodden und durch den Strelasund segeln wir dann doch lieber ohne Spi, da wir ihn bei steifem WNW 6 nun wirklich nicht setzen wollen.












Nun wird die Segelsaison der Anke-Sophie eine Weile unterbrochen. Während unserer Reisen nach Grönland und Neufundland sollen endlich die Wanten durch neue ersetzt werden, denn im Frühjahr konnten die Beschläge trotz Bestellung im November des Vorjahres nicht geliefert werden.
Wer Interesse hat, kann meine Reise auf der Anuk von Ilulisaat (Disko Bay) nach Upernavik unter folgendem Link einsehen:https://www.anuk-segelt.de/2024/07/groenland-von-ilulissat-kurs-nord/